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Lungenkrebsscreening

Lungenkrebsscreening

Das ZRN-Leipzig ist zertifiziert für die Teilnahme am Lungenkrebsscreening.

Lungenkrebsscreening im ZRN-Leipzig

Seit April 2026 gibt es in Deutschland ein Lungenkrebsscreening. Diese Leistung wurde neu in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen aufgenommen und ist somit eine Kassenleistung.

Lungenkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Er wird meist im höheren Alter festgestellt: bei Frauen im Mittel mit 69 Jahren, bei Männern mit 70 Jahren. Der stärkste Risikofaktor für Lungenkrebs ist das Rauchen.

Das Ziel der Früherkennung mit einer Niedrigdosis-CT ist es, Lungenkrebs schon im frühen Stadium zu erkennen – also bevor er zu Beschwerden führt. Dann sind die Behand­lungs- und Heilungschancen besser. Aktiven und ehemali­gen starken Rauchern wird daher eine Früherkennung angeboten. Die Teilnahme am Lungenkrebsscreening ist freiwillig.

Wer kann am Lungenkrebsscreening teilnehmen?

Da das Lungenkrebsscreening mit einer Strahlenbelastung einhergeht, kommt die Lungenkrebs-Früherkennung mit einer Niedrigdosis-CT nur für Personen infrage, die ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko haben.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) hat in einer Ver­ordnung festgelegt, dass nur folgende Personen an der Früherkennung teilnehmen können:

  • Alter: Sie sind zwischen 50 und 75 Jahre alt.
  • Starker Zigarettenkonsum: Sie rauchen aktuell oder haben früher stark geraucht, mindestens 25 Jahre mit einem Konsum von 15 Packungsjahren. Rauchpausen innerhalb dieser Zeit dürfen nicht länger als 10 Jahre gewesen sein. 
  • Gesundheitszustand, der eine kurative Therapie von Lungenkrebs zulässt.

Was sind Packungsjahre?

Packungsjahre geben an, wie viel jemand im Laufe seines Lebens geraucht hat. Sie werden folgendermaßen berechnet:

(der Anzahl der Jahre, die Sie insgesamt geraucht haben) x (Anzahl der Packungen, die Sie im Durchschnitt pro Tag geraucht haben) Dabei wird davon ausgegangen, dass eine Packung 20 Zigaretten enthält.

Ein einfaches Beispiel:
Wenn Sie 30 Jahre lang durchschnittlich eine halbe Pa­ckung (10 Zigaretten am Tag) geraucht haben, ergibt das 15 Packungsjahre.

Wie komme ich zum Lungenkrebsscreening?

Hausärzte, Internisten und Arbeitsmediziner können Patienten in das Lungenkrebsscreening einschließen. Zunächst erfolgt eine ärztliche Beratung. Wenn die geforderten Bedingungen erfüllt sind, wird ein Patienten-Auskunftsbogen ausgefüllt. Mit diesem Bogen und der Überweisung vom Hausarzt, Internist oder Arbeitsmediziner können Sie bei uns einen Untersuchungstermin vereinbaren.

Am einfachsten geht dies über den Button „Termin vereinbaren“ über unseren Partner Doctolib. Die Termine für das Lungenscreening finden Sie unter Radiologie / CT / Lungenkrebsscreening.

Alternativ erreichen Sie uns über:

Wann und wie oft ist eine Niedrigdosis-CT möglich?

Für die Früherkennung von Lungenkrebs kann grundsätz­lich alle 12 Monate eine CT-Untersuchung gemacht werden.

Vorher wird geprüft, ob die Lunge in den letzten 12 Mona­ten aus anderen Gründen mittels CT untersucht wurde. Wenn diese Bilder für die Früherkennung von Lungenkrebs geeignet sind, findet keine neue CT-Untersuchung statt.

Was geschieht bei einer Niedrigdosis-CT?

Bei einer Niedrigdosis-CT werden mithilfe von Röntgen­strahlen Schnittbilder der Lunge erstellt. So können auch kleine Auffälligkeiten sichtbar gemacht werden.
Die Untersuchung ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minu­ten und findet im Liegen statt.
Der Radiologe beurteilt die Niedrigdosis-CT-Bilder und prüft sie auf Auffälligkeiten. Dabei kommen auch spezielle KI-gestützte Computerprogramme zum Einsatz. Auffällige Befunde werden durch einen Zweitbefunder begutachtet.

Mögliche Ergebnisse

Der Radiologe wird Ihnen und Ihrem behandelnden Arzt innerhalb von 14 Tagen nach der Untersuchung das Ergebnis übermitteln.

Was passiert, wenn keine Auffälligkeit gefunden wird?

Den meisten Personen wird mitgeteilt, dass keine Auffällig­keiten gefunden wurden. In diesen Fällen kann die Untersu­chung frühestens nach zwölf Monaten wiederholt werden.

Wie geht es nach einem auffälligen Befund weiter?

Wenn auf einer Aufnahme der Lunge eine Auffälligkeit gefunden wird, lässt sich manchmal bereits erkennen, dass die Veränderung höchstwahrscheinlich gutartig ist. Solche Befunde werden dann „kontrollbedürftig“ genannt: Dann wird innerhalb der nächsten zwölf Monate ein weiteres Niedrigdosis-CT-Bild gemacht. Der Radiologe empfiehlt Ihnen in Abstimmung mit einem Zweitbefunder, wann die Aufnahme angefertigt werden sollte.

Bei „abklärungsbedürftigen" Befunden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Lungenkrebs hinweisen, bespricht der Radiologe die weiteren Schritte persönlich mit Ihnen und es werden die notwendigen Maßnahmen umgehend eingeleitet.

In einem zertifizierten Lungenkrebszentrum finden dann weitere Untersuchungen statt, wie beispielsweise eine Gewebeentnahme (Biopsie) aus der Lunge. Im Anschluss werden die Befunde dieser Untersuchungen von einem Team aus Fachärzten beraten. Das Ergebnis wird Ihnen zeitnah mitgeteilt.

Was bedeutet es, wenn Lungenkrebs festgestellt wird?

Die Heilungschancen hängen vor allem davon ab, um welche Art von Tumor es sich handelt und wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist.

In einem frühen Stadium wird der Tumor in der Regel opera­tiv entfernt oder lokal bestrahlt. Je nach Stadium kommen zusätzlich Medikamente zum Einsatz. Welche Behandlung im Einzelfall geeignet ist, hängt auch von anderen Faktoren ab – etwa der Art des Tumors, dem allgemeinen gesundheitlichen Zustand und möglichen weiteren Erkrankungen.

Wie hoch ist die Strahlendosis?

Die Strahlendosis bei einer Niedrigdosis-CT ist deutlich klei­ner als bei einer herkömmlichen CT. Sie ist so niedrig, dass sie normalerweise keine gesundheitlichen Folgen hat. In sehr seltenen Fällen kann sie jedoch zur Entstehung von Krebs beitragen.

Die Grenzen der Früherkennung

Eine regelmäßige Teilnahme an der Früherkennung kann nicht verhindern, dass Lungenkrebs entsteht. Sie soll Krebs aber früh genug finden.

Die Niedrigdosis-CT kann nicht alle Tumoren entdecken. Manche Tumoren werden übersehen (sogenannter falsch-negativer Befund) oder entwickeln sich schnell wenige Monate nach einem Untersuchungstermin. Deshalb ist es wichtig, sich auch zwischen den Untersuchungen an eine Ärztin oder einen Arzt zu wenden, wenn in der Zeit nach einer Niedrigdosis-CT Beschwerden auffallen, wie etwa:

  • Husten (ohne Erkältung) oder Veränderung eines chroni­schen Hustens
  • unbeabsichtigter Gewichtsverlust
  • Luftnot (Atemnot)
  • Aushusten von Blut

Nutzen des Lungenkrebsscreening

Moderne Studien wie die europäische NELSON-Studie zeigen eindrucksvoll, welchen Unterschied ein strukturiertes Screening machen kann:

  • Senkung der Sterblichkeit bei Männern um rund 24 %,
  • Senkung der Sterblichkeit bei Frauen um bis zu 33 %.
Bild eines normalen CT der Lunge in Frontansicht.
CT-Scanner in hellem Untersuchungsraum mit Patientenliege

Informationen und Formulare zum Download

Hier finden Sie einige Informationen und Formulare zum Lungenscreening zum Download: