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PET/CT Diagnostik
PET/CT Diagnostik

Onkologische Diagnostik mittels PET/CT

Die PET/CT findet in der Onkologie Anwendung, um Art und Ausdehnung einer Tumorerkrankung zu bestimmen. Zunehmend wird die PET/CT auch eingesetzt, um das Ansprechen des Tumors auf eine spezielle Therapie (Chemo- bzw. Immuntherapie oder Bestrahlung) zu beurteilen. Hierfür stehen uns verschiedene Radiopharmaka zur Verfügung. Mit Hilfe der Standardsubstanz F-18-FDG kann der Zuckerverbrauch der Körperzellen sichtbar gemacht werden. Verschiedene Tumorarten und entzündliche Veränderungen zeichnen sich durch einen erhöhten Zuckerstoffwechsel aus und können so im PET/CT genau lokalisiert und bewertet werden.

Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten der PET/CT üblicherweise in voller Höhe.

Die gesetzlichen Krankenversicherung erstatten die Kosten nur bei bestimmten Tumorerkrankungen. Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss zugelassenen Indikationen bei onkologischen Fragestellungen sind (Stand 05.10.2021):

  • Bestimmung des Tumorstadiums von primären nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen einschließlich der Detektion von Fernmetastasen.
  • Nachweis von Rezidiven (bei begründetem Verdacht) bei primären nichtkleinzelligen Lungenkarzinomen.
  • Charakterisierung von Lungenrundherden, insbesondere Beurteilung der Dignität peripherer Lungenrundherde bei Patienten mit erhöhtem Operationsrisiko und wenn eine Diagnosestellung mittels einer invasiven Methodik nicht möglich ist.
  • Bestimmung des Tumorstadiums von kleinzelligen Lungenkarzinomen einschließlich der Detektion von Fernmetastasen, es sei denn, dass vor der PET-Diagnostik ein kurativer Therapieansatz nicht mehr möglich erscheint.
  • Nachweis eines Rezidivs (bei begründetem Verdacht) bei kleinzelligen Lungenkarzinomen, wenn die Patienten primär kurativ behandelt wurden und wenn durch andere bildgebende Verfahren ein lokales oder systemisches Rezidiv nicht gesichert oder nicht ausgeschlossen werden konnte.
  • Staging-Untersuchungen bei Hodgkin-Lymphom bei Erwachsenen bei Ersterkrankung und bei rezidivierter Erkrankung. Ausgenommen hiervon ist der Einsatz der PET in der Routine-Nachsorge von Patientinnen und Patienten ohne begründeten Verdacht auf ein Rezidiv des Hodgkin-Lymphoms.
  • Entscheidung über eine Neck Dissection bei Patienten mit fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren oder mit unbekannten Primärtumorsyndromen (sog. CUP-Syndrom) des Kopf-Hals-Bereichs.
  • Entscheidung über die Durchführung einer laryngoskopischen Biopsie beim Larynxkarzinom, wenn nach Abschluss einer kurativ intendierten Therapie der begründete Verdacht auf eine persistierende Erkrankung oder ein Rezidiv besteht.
  • Maligne Lymphome bei Kindern und Jugendlichen.
  • Initiales Staging bei aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen.

Gerne können Sie uns online kontaktieren oder Sie laden sich hier das Anmeldeformular als PDF herunter. Für weitere Fragen wählen Sie bitte die Tel.-Nr. 0341-9199 8167. Unser ärztlicher Ansprechpartner Dr. M. Förster-Perillo ist auch Vorsitzender der Länderübergreifenden Fachkommission PET / PET/CT Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg.

Sollten wir mit Ihnen gemeinsam zu dem Entschluss kommen, eine solche Untersuchung außerhalb des Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenversicherung durchzuführen, ist dies als IGeL-Leistung möglich.

PET/CT Gerät
Patient im PET/CT
PET/CT FDG
F-18-FDG PET/CT
PET

Im Rahmen der Diagnostik des Prostatakarzinoms findet Ga-68-PSMA Anwendung bei folgenden Indikationen:

  • V.a. Prostata-Karzinom-Rezidiv (Anstieg des PSA-Wertes)
  • Primärstaging bei Hoch-Risiko-Tumorerkrankung vor Planung einer Bestrahlung oder Operation
  • Therapiekontrolle bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom
  • Ausbreitungsdiagnostik vor Radionuklidtherapie
  • Lokalisationsdiagnostik zur Planung einer PSMA-PET/CT-gestützten Biopsie

Weitere Radiopharmaka, wie z.B. Ga68-DOTATOC, finden bei speziellen Fragestellungen Anwendung, bitte richten Sie Ihre Anfrage zur Anwendung direkt an uns.

Neurologische Diagnostik mittels PET

In der FDG-PET/CT können Fragen zum regionalen Glukosestoffwechsel im Rahmen der Differentialdiagnostik und Früherkennung verschiedener Demenzformen beantwortet werden.
Weitere spezielle Radiopharmaka im Rahmen der Differentialdiagnostik dementieller Erkrankungen stehen uns zur Verfügung. Bitte nehmen Sie direkt mit uns Kontakt auf.