PET/CT — zwei Untersuchungsmodalitäten in einem Gerät
Die PET/CT vereint zwei Untersuchungsmodalitäten – die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und die Computertomographie (CT) – in nur einem Untersuchungsgerät.
Mit Hilfe von schwach radioaktiven Testsubstanzen (Radiopharmaka), die sich aufgrund ihrer Zusammensetzung in bestimmten Organen anreichern, und einem nachfolgend durchgeführten CT werden gleichzeitig Informationen zu Stoffwechselvorgängen und Morphologie gewonnen. Die durch den Zerfall des Radiopharmakons entstehende Strahlung wird von den Detektoren erfasst und mit einer hohen Ortsauflösung von <10 mm abgebildet.
Die Hauptanwendung dieses Verfahrens liegt derzeit im Bereich der Tumordiagnostik (Onkologie). Je nach Fragestellung werden verschiedene Radiopharmaka angewendet. Das radioaktiv markierte Zuckermolekül F-18-FDG ist die am häufigsten eingesetzte Substanz. Je nach Tumorart stehen in der spezifischen Diagnostik weitere radioaktive Substanzen wie F-18-Cholin, Ga-68-PSMA und Ga-68-DOTATOC zur Verfügung.
Gegenwärtig werden die Kosten durch die gesetzliche Krankenversicherung nur bei bestimmten Tumorerkrankungen erstattet. Bitte sprechen Sie uns direkt darauf an oder laden Sie sich hier das Anmeldeformular als PDF herunter. Detailierte Informationen zur Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse finden Sie auf unserer FAQ Seite im Abschnitt "Kostenübernahme".
Hinweise & Vorbereitung
Für die Untersuchung müssen Sie zwingend mindestens sechs Stunden nüchtern sein. Das bedeutet, dass Sie nach der Mahlzeit am Vorabend nichts mehr essen oder zuckerhaltige Getränke zu sich nehmen dürfen, auch keine Süßwaren wie Bonbons oder Kaugummi. Außerdem ist Fruchtzucker zu vermeiden – lediglich zuckerfreie Getränke wie Mineralwasser sind ohne Einschränkung erlaubt.
Durchführung der Untersuchung
Im Vorfeld der Untersuchung werden Angaben zur medizinischen Vorgeschichte Ihrer Erkrankung und der aktuellen Symptomatik abgefragt. Auch wird durch den Arzt geprüft, ob eine rechtfertigende Indikation für die Untersuchung vorliegt, d.h. ob das PET/CT medizinisch sinnvoll und notwendig ist. Das schwach radioaktive Medikament (Radiopharmakon) wird in eine Vene am Arm gespritzt. Die Aufnahme der Untersuchungsdaten kann erst erfolgen, wenn das Medikament im zu untersuchenden Organ bzw. Körperabschnitt aufgenommen wurde. Während dieser Wartezeit liegen Sie in einem abgedunkelten Raum. Dabei ist es wichtig, dass Sie sich nicht bewegen und nicht sprechen. Bitte folgen Sie den Anweisungen genau, da diese für die Bildqualität von großer Bedeutung sind. Für die Untersuchung liegen Sie bequem in Rückenlage auf dem Untersuchungstisch.
Die Aufnahmezeit beträgt insgesamt etwa 30 Minuten.